Kreative Ideen - Impulse - Anregungen

Eines der wichtigsten Handwerkszeuge der Religionslehrerin oder des Religionslehrers ist meiner Erfahrung nach die  Schere!

An einem gewöhnliche Schultag erhalten gewöhnliche Schulkinder geschätzte 5 bis 25 gewöhnliche vierecke weiße A4-Blätter, bedruckt mit Buchstaben und Zahlen.

Ich versuche daher nach Möglichkeit außergewöhnliche Formate, Farben und Formen zu verwenden und auszuteilen. Die Freude der Kinder mit bunten Streifen, einem herzförmig zugeschnittenen Blatt oder einem rund ausgeschnittenen Mandala ist deutlich höher als wenn man das 21. weiße Blatt dieses Tages bekommt und einklebt. Und so hoffe ich, dass mit ansprechenden Formen und Farben auch das Interesse, sich mit dem Inhalt zu beschäftigen sowie der Lerneffekt höher ist.

 

Die 10 Gebote auf allen Farben, die die Papierlade bietet, kopieren, in Streiferl zerschneiden, SORTIEREN!, und die Kinder die Farben wählen lassen.

Das Gleiche geht auch bei den Bitten des Vater unsers oder beim Glaubensbekenntnis.

 

Ein weihnachtliches Lied auf goldenes Papier kopiert erregte in vielen Klassen viele staunende Ahs und Ohs!

 

Eine Kopiervorlage für ein Faltherz findest du hier.

 

Die höchste Form der Anwendung der verschiedenen Formen und überraschenden Klappen ist natürlich das Lapbook
Gleich unten ist ein Beispiel - ein Lapbook über die sieben Sakramente (K3)

(Zur Lapbookgestaltung siehe auch Projekte Literatur - der Kleine Prinz)

 

 

Gute Scheren in verschiedenen Größen verwenden! Dennoch lassen sich Blasen am Daumen nach 19 Kelchen oder 34 Engeln nicht immer vermeiden!


Mit den 4. Klassen gestalteten wir in 5 Religionsstunden ein Lapbook mit 12 großteils beweglichen Elementen zu den sieben Sakramenten. Vieles war von mir schon vorgeschnitten worden, die Kinder waren mit Beschriften und richtigem Einkleben vollauf beschäftigt. Von vielen Schülerinnen und Schülern kam trotz der intensiven Arbeit ein sehr positives Feedback. Sie  waren alle schlussendlich sehr stolz auf ihre Lapbooks.

 

Elemente:

Innen Mitte:

  • Regenbogenfächer mit den 7 Sakramenten. Die Kinder wurden eingeladen, ihre persönlichen Erfahrungen, Erinnerungen und Daten des eigenen Sakramentempfangs einzutragen. Bsp: Ich wurde am 23. 8. 2007 in Mödling getauft. Meine Taufpatin ist Tante Julia. - Unsere Erstkommunion war am ... - Letztes Jahr haben wir die Goldene Hochzeit meiner Urgoßeltern gefeiert. usw.
  • Drehscheibe: Beschriftung am Deckblatt: Sakramente sind. Innen war von mir ein dünnes Kreuz vorgezeichnet, welches den Kreis in vier Viertel teilte: In jedes Viertel kam ein Definitionsversuch zu den Sakramenten:
    - Angebote Gottes, unseren Lebensweg zu begleiten.
    - Zeichen der Liebe Gottes.
    - Begegnungen mit Gott. Er kommt uns ganz nah.
    - ein guter Grund, ein Fest zu feiern. Gott lädt uns ein, mit ihm zu leben.
    Mit einem Splint durchbohren, dann die ganze Scheibe festkleben.
  • ein kleines Streiferl mit 2 Klappen einmal/öfter: Innen schrieben wir links die Sakramente, die man nur einmal empfangen kann (Taufe, Firmung, Ehe, Weihe) und rechts die Sakramente, die man öfter empfangen kann (Buße, Eucharistie, Krankensalbung).
  • ein Mandala
  • ein Flip Flap mit 4 Spalten: Beschriftung außen: Priester, Bischof, jeder getaufte Christ, die Eheleute. Innen erfolgte die Beschriftung, welches Sakrament von wem gespendet wird: Priester: Taufe, Buße, Eucharistie, Krankensalbung. Bischof: Firmung, Weihe. Jeder getaufte Christ: Taufe. Die Eheleute: Ehe.

Rechte Seite:

  • Taufkrügerl
  • goldener Kelch mit Hostie aus Papier
  • braunes Fläschchen, "Chrisamöl"

Linke Seite:

  • Goldene Eheringe
  • kleines Büchlen ("Messbuch") mit einem dreifach gefaltetem Streifen zum Herausklappen
  • eine kleine Hand zum Bußsakrament
  • Krankensalbung: ein kleines Bett mit einer dicken Decke zum Aufklappen und Beschriften

Die Vorlagen (unten bei den Dokumenten) sind weniger als Kopiervorlagen gedacht, sondern mehr als Vorlage zur Erstellung einer Schablone. Das viele Kopieren ist unnötig und teuer. Oft findet man ja im Papierkorb oder neben der Schneidemaschine bunte Papierreste oder geeignete Streifen. Die Gestaltung des Lapbooks hängt dann mitunter auch davon ab, was die Kolleginnen und Kollegen vorher gebastelt und geschnitten haben.

Gerne wollen sich die Schülerinnen und Schüler auch Farben aussuchen. Es ist immer gut, eine Schachtel mit bunten Papierresten mitzuhaben.

Um in der Stunde dann Zeit für die wichtige inhaltliche Arbeit zu haben, lohnt es sich, die Elemente sehr gut vorzubereiten und selber daheim auszuschneiden. Mit mehreren Schablonen kann die Familie mithelfen! Die Unterrichtsvorbereitung bringt die Familie an einen Tisch!

 

Zum Abschluss so einer langen Einheit über ein Thema ist es für mich Pflicht, das Kind mit seinem fertigen Lapbook zu fotografieren. Es zeigt den Stolz des Kindes über sein Werk und ist ein Dokument über einen meist längeren und intensiven Schaffensprozess.

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Deckblatt 7 Sakramente
Schablone für einen großen Siebener
deckblatt lapbook 7 sakramente.pdf
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Vorlagen für Taufkrügerl und Kelch
Taufkrügerl auf gefaltetes Blatt zeichnen, ausschneiden.
Die Kinder zeichnen dann das Christus-Monogramm auf und verstärken den Griff und den Ausguss.
Vorlagen Taufkrügerl Kelch.pdf
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Vorlagen für Chrisamöl-Flasche und Ringe
Beide Vorlagen auf gefaltete Blätter legen und abzeichnen.
Vorlagen Chrisamöl Ringe.pdf
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Maße und Daten der Elemente zum Lapbook Sakramente
Maße und Daten Elemente Lapbook Sakramen
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Texte für die einzelnen Elemente des Lapbooks
Texte für Elemente zum Lapbook Sakrament
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Vorlagen für Hand (Buße) und Bett (Krankensalbung)
Vorlagen Hand Bett.pdf
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Zum Thema Engel und zum Psalm 91,11 habe ich goldene und silberne stilisierte Klappengel vorbereitet. Sie wurden eingeklebt und die Kinder zeichneten sich dazu, Hand in Hand mit ihrem Engel.

Thema: Engel in Spiritualität, Kunst und Medien - 2. Klasse - K8

 

 

Nach dem Betrachten einiger Engelbilder von Marc Chagall gab ich den Kindern die Aufgabe, nun einen Engel zu malen, aber so wie Marc Chagall, nur in den Farben Hellblau/Dunkelblau/Violett (alles aus dem Blau-Bereich), Schwarz und eine einzige weitere Farbe zur Betonung des wichtigsten Teils des Engels.

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Engelbilder von Marc Chagall
Stundenbild
2. klasse Engel HP 2.pdf
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Ausgeschnittene menschliche Figuren oder Kleidungsstücke sprechen die Kinder auch immer sehr an. Das weiße Taufkleid ist da nur eine "Aufwärmübung" und wenig spektakulär, weil es ja leider nur weiß ist. :-)

 

Zum Beginn der österliche Bußzeit nahm ich als Symbol die Lieblingskleidung vieler Kinder, das T-Shirt, das beinahe täglich mit Zahnpasta, Kakao oder Ketchup angepatzt wird. Für das Thema Fastenzeit erarbeitete die Klasse den Vorsatz, das (innere) T-Shirt nicht mit Sünden, Gier, Egoismus, Gewalt anzupatzen.

Mit ausufernder Fantasie bemalten die Kinder ihr T-Shirt mit Flecken aller Art. In das aufgeklappte T-Shirt kamen dann die Vorsätze: ehrlich sein, bescheiden sein, mehr helfen...

 


Die Kompetenz 8 des neuen LP sieht die Beschäftigung mit den verschiedenen Konfessionen und der Ökumene vor. Zu diesem Themenkreis konnten die Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse unter anderem sowohl einen katholischen Priester als auch einen evangelischen Pfarrer bzw. eine Pfarrerin einkleiden.

 

Mit einem schwarzen Papier und einem kleinen weißen Papierrest entstand in kurzer Zeit ohne Schwierigkeiten ein evangelischer Talar mit Beffchen.

 

Ein katholisches Messgewand kann mit der unten stehenden Vorlage (Schablone) aus weißem Papier geschnitten werden, die Schülerinnen und Schüler deuten die Ärmel an und schneiden ebenfalls aus Papierresten die Stola in der gewünschten liturgischen Farbe aus. Diese Heftgestaltung bietet sich dazu ideal für eine Wiederholung des Kirchenjahres und der liturgischen Farben an.

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Schablone katholisches Messgewand
Kartonschablone herstellen, die Kinder legen diese auf ein weißes Blatt, ziehen mit Bleistift nach, schneiden das Kleid aus. Anschließen mit einem Strich die Ärmel andeuten und eine Stola aus Papierresten ausschneiden, verzieren und aufkleben.
messgewand schablone.pdf
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Beispiel für eine bunte Seite im Heft der 1. Klasse.

Über mehrere Wochen werden die einzelnen Bitten des Vater unsers erarbeitet und gelernt. Jedes Mal wird ein buntes Zetterl ins Heft geklebt.


Barmherzigkeit

Der Wert der Barmherzigkeit beschäftigt uns in der dritten Klasse das ganze Jahr über.

Eine Idee, die den Kindern sehr gefiel, war das berühmte Bild von Keith Haring abzupausen und dann mit schwarzem Filzstift nachzumalen. Anschließend wurde das Herz ausgeschnitten und mit einem bunten Tonpapierstück hinterlegt (mit Tixo angeklebt). Die Kinder trugen auf dieses bunte Herz Synonyme für barmherzig sein ein, die wie zuvor im Unterricht erarbeitet hatten.


Brille der Barmherzigkeit

Die Brille der Barmherzigkeit

 

Aus zwei Stangen Pfeifenputzer (Biegeplüsch) formten die Kinder zwei Herzen, die miteinander verschlungen und verbunden wurden.

 

Anschließend wurden alle Schülerinnen und Schüler mit der Brille auf ihrer Nase fotografiert. Die Fotos kamen auf ein sehr liebes und vielbeachtetes Plakat in der Schule. Jedes Kind bekam auch sein eigenes Foto ausgedruckt fürs Heft.

 

Der Satz von Antoine de Saint Exupéry aus dem Kleinen Prinzen - "Man sieht nur mit dem Herzen gut, das wirklich Wichtige ist für die Augen unsichtbar." - ist dazu eine ideale Beschriftung für das Plakat und das Heft.


Zum Symbol Regenbogen konnten die Kinder der 2. Klasse 6 bunte Streifen (Länge: A4 Blatt, in ca. 1,5 cm breite Streifen zerschnitten) nehmen, ordnen, überlappend auflegen und mit einem Streifen Klebeband auf einer weißen Unterlage fixieren. Dann wurden alle Streifen auf der anderen Seite zurückgeschoben und ebenfalls mit Klebeband  angeklebt. So entstand ein wunderbarer Regenbogen.

Beschriftung: Frieden zwischen Gott und Mensch

Idee übernommen von www.craftymorning.com



Die Schülerinnen und Schüler der 2. Klasse gestalteten in einer einfachen Faltarbeit eine bunte Kirche.

Die Gestaltung mit Fingerabdrücken (Wasserfarben) oder bunter Bemalung war klassenweise verschieden.

 

Die Idee und Faltanleitung stammt von www.mikula-kurt.net.