In der 4. Klasse bietet ein Schwerpunkt zum Thema Bibel wichtige Basisinformationen, bevor die Kinder dann wichtige Texte aus dem AT (Mose; K3) und dem NT (zentrale Texte über Jesus, Gleichnisse; K4) kennen lernen und besser einordnen und verstehen können.

Dazu bastelten wir einen Bibelschrank, der in jedem Heft anders aussah:

Altes Testament

Exodus

In einer Doppelstunde gestalteten die Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse sehr ausdrucksstarke Plakate zu den Symbolen Wasser und Feuer.

Ursprünglich wollte ich das Feuerplakat zum Brennenden Dornbusch (Ex 3) und das Wasserplakat zur Rettung am Schilfmeer (Ex 13-14) verwenden. Doch aus zeitlichen Gründen kam nur das Wasserplakat beim Thema Exodus zum Einsatz. Das Feuer wurde später zu Pfingsten fertig gestellt.

Ich erarbeitete mit den Schülerinnen und Schülern der 4. Klasse die Situation des Volkes Israel in Ägypten und die Situation der heute auch manchmal durchaus freiwillig versklavten Menschen in der modernen Arbeits- und Konsumwelt. Mit Impulsfragen wie "Was macht mir Stress? Was belastet mich? Wovor habe ich Angst? Wer oder was setzt mich unter Druck?" näherten wir uns der Thematik an.

Schließlich fotografierte ich die Kinder in einer gestellten Szene, in der sie die oben genannten Gefühle ausdrücken sollten. Diese Fotos wurden ausgedruckt und ausgeschnitten. Zuletzt gestalteten die Kinder aus schwarzen Papierresten auch Symbole für Unterdrückung, Bedrohung und Angst. Sie beschrifteten sie und klebten dann ihr Foto mit dem scharzen Symbol auf eine selbst gewählte Stelle am Plakat.

Überschrift: Was uns bis zum Hals steht. Was uns Angst macht.

 

Idee: http://www.reliounsunterricht.lu

Zum Thema "Gott befreit - Exodus" gestalteten die Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse heuer einen brennenden Dornbusch mit ihren selbst gestalteten Flammen. Im Sitzkreis legte ich aus braunen Streifen einen leeren Busch auf, den wir während der Erzählung von Ex 3 zusammen zum Brennen brachten.

Das Thema Exodus - ein großer Brocken in der 4. Klasse - ohne einen einzigen kopierten Zettel, ohne Arbeitsblatt, Anmalbild, Lückentext? Geht das denn überhaupt? Ja, das geht! Und sehr bunt und lebendig noch dazu!

  • Aus verschiedenen blauen wellenförmig ausgeschnittenen Streifen wurde der "Nil" aufgelegt. Ein kleines Körbchen mit einem winzigen Baby (Biblische Figuren) wurde darauf weitergereicht, die Kinder sprachen gute Wünsche aus, die die Mutter des Babys wohl am Ufer gesprochen haben könnte. Diese Wünsche wurden dann auf einzelne blaue Streifen geschrieben und ins Heft geklebt. Eine braune Papierscheibe stellte das Körbchen dar, auf eine weiße Scheibe wurde ein Baby gezeichnet.
  • Mit kräftig deckenden Ölkreiden wurden Flammen gezeichnet und als brennender Dornbusch aufgelegt (siehe oben). Die Flammen kamen auch ins Heft, ein transparentes Papier wurde darüber geklebt und mit "Ich bin da - JHWH - Jahwe" beschriftet.
  • Flip Flap: 10 Plagen: coming soon
  • Rettung am Schilfmeer: 
    Braunes Papier in langen Streifen bildete den Boden des Schilfmeers. Darüber wurden hellblaue und dunkelblaue Flip Flaps aufgelegt, sie wirkten auf den ersten Blick wie auf Wellen, die aneinander schlagen. Während der Erzählung von Ex 13 wurden dieses blauen Wellen zur Seite geschoben, später wieder zurückgestellt. Eventuell können viele Holzmännchen (unlackierte Spielfiguren) durchmarschieren.
    Die Schülerinnen und Schüler nahmen sich anschließend einen braunen Streifen und eine blaue "Welle" und klebten sie ins Heft (siehe Fotos). Die blauen Streifen wurden mit aktuellen Bedrohungen, die auf die Menschen in der modernen Welt hereinprasseln, beschriftet (z.B. Stress, Mobbing, Gewalt, negative Berichte, Angst...) Auf den braunen Streifen, den Weg durch die Not, den Weg in die Freiheit, schrieben die Schülerinnen und Schüler einen frei formulierten Satz, welches Gefühl ihnen in dieser Situation der Befreiung von allem, was das Leben behindert und lähmt, in den Sinn kommt.
  • Eine goldene Note aus Papier symbolisierte das Lied der Miriam. Die Kinder konnten ein Wort, einen Satz, einen Ruf, der die große Freude über die neue Freiheit ausdrückt, darauf schreiben.

Die zehn Plagen in der heutigen Zeit

 

In Kleingruppen erarbeiteten drei bis vier Kinder Umstände, die die Menschen heute bedrohen, einer größeren Gruppe oder gar der ganzen Welt Leid und Unheil zufügen, und ihnen Angst machen.

Sehr interessante und differenzierte Bedrohungsszenarien wurden von den Kindern genannt: Umweltverschmutzung, Klimawandel, Sturm, Erdbeben, Überschwemmung, Tsunami, Feuer, Dürre, Hunger, Krankheiten (konkret Krebs, Malaria), Krieg, Terror, Gewalt, Atomunfall, Bienensterben, Mobbing.

 

In der folgenden Stunde machten wir auf einem Probeblatt eine Skizze, wie man das Wort in einer besonderen Schrift so schreiben und darstellen kann, dass es schon als Wort bedrohlich wirkt (zittrige Schrift, Flammen, evtl. Gegenstände einbauen). Die Kinder gestalteten die Wörter begeistert und sehr kreativ. Zuletzt zeigte ich ihnen das Bild von Edvard Munch "Der Schrei", wir besprachen die Gefühle, die dieses Bild ausdrückt, und die  Kinder versuchten den Titel zu erraten. Jedes Kind malte dann das Wortbild mit Ölkreiden (Wachsmalkreiden) in großer Schrift auf ein A4 oder A3-Blatt. Vorne aufgeklebt wurde ein Kopie des Bildes von Munch.

Buch Tobit

Die spannende Geschichte von Tobias und dem Engel Raffael (Kompetenz 8, 2. Schulstufe) kann mit 4 Bögen A3-Papier und einer Schere ohne großen Aufwand sehr anschaulich erzählt und gestaltet werden.

Während der L-Erzählung schnitt ich live aus 2 Bögen 2 stilisierte Menschen aus und führte sie in der Geschichte als Tobit und seinen Sohn Tobias ein. Nachdem die Problematik der notwendigen Reise und die Suche nach einem Reisebegleiter umrissen war, wurde die dritte Figur ausgeschnitten. Die Kinder nannten wichtige Eigenschaften, welche ein Reisebegleiter haben muss. Die L notierte diese auf der dritten Figur. (Sie kann aber auch unbeschriftet bleiben bzw. in weiterer Folge umgedreht werden.) Die größte Attraktion für die Kinder stellt dann das Ausschneiden des gefährlichen Fisches dar. Ob er ein Auge bekommt, können die Kinder entscheiden oder auch selbst dazu zeichnen.

Als sich der Engel Raffael zum Schluss der Geschichte zu erkennen gibt, schob ich einen angedeuteten goldenen Flügel unter die Figur.


Neues Testament


Die Segnung der Kinder Mk 10,13-16

1. Klasse K1

Wir betrachteten und erarbeiteten das Bild von Emil Nolde, Christus und die Kinder (1910, New York, The Museum of Modern Art). Den Kindern in der ersten Klasse war sofort der Unterschied zwischen warmen und kalten Farben klar und welche Gefühle sie in diesem Bild ausdrücken.

Der Auftrag lautete, sich selbst in warmen Farben mit Wachsmalkreiden zu malen. Ausdrücklich erlaubt waren daher nur Gelb, Orange, Rot, Rosa und Braun. (Leider rutschte dann doch ein paar andere Farben hinein!) Die Bilder wurden dann ausgeschnitten und zu einem Plakat zusammengefügt, auf dem ich schon Jesus nach dem Vorbild Noldes in Blau gemalt hatte.

Eine runde Schablone - viele Möglichkeiten

 

Zum langen Themenblock Barmherziger Samariter bis hin zum Sakrament der Versöhnung in der 2. Klasse gab es ein Monat lang immer wieder Zeichnungen mithilfe einer Kreisschablone, die in den meisten Klassen als Plastik-Trinkbecherl der Kinder griffbereit ist oder mit den von mir mitgebrachten Teelichter-Haltern aus Glas zur Verfügung stand.

 

Hier die kreative Umsetzung über mehrere Stunden hinweg:

(inspiriert durch: http://www.reliounsunterricht.lu)

Schritt 1:

 

Gespräch, Spiel: Welche Menschen sind mir nahe?

 

Mit der Schablone zwei Kreise nahe beieinander malen, als Gesichter ausmalen und witzige kleine Körper dazu zeichnen.

 

Überschrift: Wer ist mir nahe?

 

 

 

 

 

Schülerarbeit von Niki (2. Klasse)

 

Schritt 2:

 

Nach der Erzählung der Geschichte vom barmherzigen Samariter werden wieder zwei Kreise gemalt: einer weiter oben (Samariter), einer unten (der am Boden liegende Verletzte).

Beide Figuren werden nach oben beschriebenem Vorgehen bemalt, wobei beim Verletzten blaue Flecken, Wunden, zerrissene Kleidung, ausgeschlagene Zähne... von manchen Kindern mit großer Detailtreue ausgeführt werden. :-)

Dem Samariter kann man Öl und Pflaster in die Hände malen.

 

Überschrift: Wer ist mein Nächster?

 

 

 

 

 

 

Schülerarbeit von Natalie (2. Klasse)

 

Schritt 3:

 

Schablone als bunten Kreis in die Mitte einer neuen Seite zeichnen.

 

Überschrift: Wer ist mein Nächster?

In den Kreis hinein kommt die Antwort: Jeder, der meine Hilfe braucht.

 

Gerne verzieren die Kinder das Blatt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schülerarbeit: Celine (2. Klasse)

 

Schritt 4:

 

Im Gespräch wurde zusammenfassend erarbeitet, dass der Samariter als einziger den Verletzten mit den Augen der Liebe betrachtet hatte.

... dass auch Jesus die Menschen, die zu ihm kamen, mit den Augen der Liebe ansah.

... dass auch wir in unserer Umgebung Menschen sehen, aber nicht immer mit den Augen der Liebe. Wenn wir sie mit den Augen der Liebe betrachten, sehen wir den weinenden Mitschüler, die einsame Nachbarin, die überarbeitete Mutter, den behinderten Menschen ... und handeln danach.

 

Die Kinder machten diesmal zwei Kreise mit ihrer Schablone, verbanden sie mit einem kleinen Bogen und setzen zwei Bügel an die Seiten - fertig ist die Brille der Liebe!

In die Brillengläser kamen Zeichnungen von Kindern oder Erwachsenen, die Hilfe benötigen.

 

Überschrift: Mit den Augen der Liebe sehen

 

 

 

 

 

Schülerarbeit: Emily (2. Klasse)

 Zum Sakrament der Versöhnung:

 

Abschlusszeichnung:

 

Aus dem Schablonenkreis wird eine wärmende Sonne.

 

Überschrift: Wenn Gott uns verzeiht, geht die Sonne auf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schülerarbeit von Mia (2. Klasse)


Das letzte Abendmahl Lk 22,14-23 par

Mit der 3. Klasse gestalteten wir das Letzte Abendmahl beinahe in Originalgröße. Das  Original von Leonardo da Vinci misst 4 x 9 Meter, doch auf eine beachtliche Größe von 1 x 5 Meter brachten wir es auch!

Zuerst betrachteten und besprachen wir das Bild von Leonardo da Vinci eingehend. Jede Schülerin und jeder Schüler legte sich dann auf einen Bogen buntes Tonpapier, die Umrisse wurden gegenseitig (oder von mir) nachgezogen. Die Schülerinnen und Schüler schnitten ihre Umrisse dann aus. Aus den Resten und Rändern bastelten sie nach eigenen Ideen Becher, Teller, Brot und Obst. Wir versuchten auch seitliche Personen zu zeichnen und auszuschneiden, um das Originalbild und auch eine möglichst authentische Situation bei einem gemeinsamen Essen, wo die Sitznachbarn sicherlich miteinander sprechen und in Beziehung treten, nachzuempfinden.

Die bunten Figuren wurden mit dünnen Stecknadeln auf die Wand gesteckt. Bewusst wurde auf aufgemalte Augen, Nasen und Details verzichtet. Vor den  Figuren befestigte ich mehrer weiße A3-Zeichenblätter, welche das Tischtuch darstellten. In weiterer Folge klebten die Kinder ihre ausgeschnittenen Lebensmittel auf.


Werke der Barmherzigkeit Mt 25,31-40

 

3. Klasse K5

Barmherzigkeit - "Auf die Geringsten schauen" 3. Klasse K7

 

Im Unterricht erarbeiteten wir synonyme Begriffe für "barmherzig sein".

Die Schülerinnen und Schüler pausten Keith Harings Bild der beiden Menschen, die ein Herz tragen (vergrößert auf A3) ab, zogen es mit schwarzem Filzstift nach und schnitten anschließend das Herz aus. Ein buntes Stück Papier wurde auf der Rückseite mit Klebeband befestigt. Vorne schrieben die Kinder dann Synonyme für Barmherzigkeit hinein.


Die Werke der Barmherzigkeit Mt 25, 31-40

3. Klasse K 5


 

Ein Herz-Rahmen (2 Kartonstärken dick, mit rotem Papier beklebt) liegt in der Mitte. Streifen mit schwarz ausgedruckten Sätzen, die jemand in Not spricht, werden außen herum aufgelegt. Frage: Was würde Jesus tun? Was können wir tun?

Die Antworten der Kinder führen meist rasch zu den Werken der Barmherzigkeit, die in grüner Schrift dann in das Herz hinein gelegt werden. (Es handelt sich dabei um die Werke der Barmherzigkeit für die heutige Zeit, formuliert von Bischof Joachim Wanke, Erfurt.)

 

L betont: Werke der Barmherzigkeit kosten nichts, sie erfordern nur offen Augen und Ohren und ein mitfühlendes Herz! Zuhören, Verzeihen, Gutes Reden, Besuchen, Beten ist kostenlos!

Anschließend dürfen immer zwei Kinder ein Werk der Barmherzigkeit mit einfachsten Requisiten oder nur pantomimisch darstellen. Sie werden dabei im roten Herz fotografiert. Die Kinder erhalten das ausgedruckte Foto für ihr Heft. Ein Plakat für die Klasse mit mehreren Fotos sieht auch super aus!

 


Das Gleichnis vom barmherzigen Vater Lk 15, 11-32

 

2. Klasse K4

Für die Heftgestaltung bekamen die Kinder drei rosa Papierscheiben (Schablone war eine Klebebandrolle). Daraus wurden mit wenigen Strichen, die ich an der Tafel vorzeigte, drei Schweine! (Aus Resten konnten auch noch Ferkel gemacht werden!)


1 Kor 12,12-31a Der eine Leib und die vielen Glieder

3. Klasse K7

 

Auf einem großen Papier wird der Umriss eines Kindes nachgezogen. In einem ausführlichen Gespräch nennen die Kinder die verschiedenen Körperteile, Organe und Sinnesorgane. L zeichnet diese ein.

Anschließend werden auf einige ausgewählte Körperteile und Organe passend ausgeschnittene Klappen aus Transparentpapier darübergeklebt und beschriftet. In einem Gespräch erarbeiten die Kinder die "sozialen" Funktionen des Organs oder Körperteils. Bsp:

Das Ohr kann zuhören, hören, wenn jemand weint. Das Herz kann mitfühlen, lieben. Die Hand kann helfen, streicheln.

 

Ein mögliches Spiel zur Verdeutlichung der Bibelstelle:

Die Kinder ziehen Kärtchen mit einzelnen Körperteilen und Organen. Anschließend sollen immer zwei Kinder "streiten". L beginnt. Das Auge sagt etwa: "Du dummer Fuß, du kannst ja nichts sehen. Ohne mich wärst du hilflos, du würdest immer stolpern und dich verirren...." Der Fuß antwortet in ähnlicher Weise dem Auge. Dann kommen zwei andere Körperteile dran.

 

 


Die Heilung eines Blinden bei Jericho Mk 10,46-52

 

3. Klasse K4 Jesus heilt


Die Heilung eines Gelähmten Mk 2,1-12

 

3. Klasse K4 Jesus heilt

 


Der Sturm auf dem See

Mk 4,35-41 par

 

4. Klasse K4 Wer ist dieser Jesus?

 

Nach der Erarbeitung der Erzählung vom Seesturm gestalteten die Schülerinnen und Schüler einen Rettungsring mit zwei Schablonen bzw. einer Müslischüssel und einem Kaffeebecher :-).

In die einzelnen Felder kamen Titel und Anreden für Jesus: Christus, Messias, Gesalbter, Retter, Erlöser, Freund, Lehrer, Herr, Bruder, uvm.

 

Aus Kinderbibeln wurden viele neutestamentliche Erzählungen abgeschrieben bzw. kopiert und auf folierten Blättern den Kindern angeboten. Jede Schülerin und jeder Schüler wählte einen Text aus und las ihn durch.

An der Tafel standen als Impuls die Satzanfänge:

  • Jesus ist ...
  • Jesus kann ...
  • Jesus sagt ...

Die Kinder ergänzten die Sätze je nach ihrer gelesenen Geschichte. Beim letzten Satz mussten sie einen wörtlichen Satz von Jesus aus ihrem Text abschreiben.